Inklusiv und nachhaltig: Anbau und Modernisierung im Wohnheim Hanfelder Straße

Wir haben unser Wohnangebot für Menschen mit Behinderung im Landkreis Starnberg um acht Wohnplätze erweitert. Nach fünfjähriger Planungs- und Bauphase konnte der Anbau des Wohnheims in der Hanfelder Straße fertiggestellt werden und seine Türen für die neuen Bewohner*innen öffnen. Darüber hinaus wurde das zugehörige Bestandsgebäude umfangreich modernisiert. Das Wohnheim Hanfelder Straße bietet nun insgesamt 26 Menschen mit Behinderung ein Zuhause.

Gemeinschaft, Rückzug und Modernität – das bieten An- und Umbau

In dem zweistöckigen, barrierefreien Anbau, der sich auf der Westseite des Bestandsgebäudes befindet, sind zwei Wohngemeinschaften untergebracht, in denen jeweils zu viert gewohnt wird. Allen Bewohner*innen steht je ein privates Zimmer zur Verfügung, das sie nach ihren eigenen Vorstellungen einrichten dürfen. Jede Wohngemeinschaft verfügt außerdem über einen gemütlichen Wohn- und Aufenthaltsraum mit Essplatz, Sitzgelegenheiten und Fernseher sowie eine moderne, voll ausgestattete Küche. Zwei Bewohner*innen teilen sich immer ein gemeinsames Bad. Dieses Konzept ermöglicht ein vertrautes und zugleich gemeinschaftliches Wohnen. 

Außerdem enthält der neue Anbau eine Trainingswohnung. Hier können Menschen mit Behinderung das selbstständige Wohnen üben – mit dem Ziel, irgendwann alleine mit wenig Unterstützung leben zu können. Im Trainingswohnen sind jederzeit Mitarbeitende greifbar, um zu helfen. Die Trainingswohnung ist mit Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer voll ausgestattet und ermöglicht das Erlernen von Fähigkeiten wie selbstständig kochen, putzen, Wäsche waschen, Freundschaften pflegen und vieles mehr. 

Auch eine vollwertige Wohnung für Mitarbeitende ist Teil des Anbaus. Diese bietet zum Beispiel neuen Mitarbeitenden, die noch nicht in Starnberg oder Umgebung leben, eine vorübergehende Wohnmöglichkeit. So schaffen wir ein Anreiz für neues Personal, um in Ruhe vor Ort nach bezahlbarem Wohnraum suchen zu können. 

Im Bestandsgebäude wurden einige Bäder, Böden sowie die Beleuchtung modernisiert. Darüber hinaus wurde ein Partner*innenzimmer geschaffen: Ein Durchbruch ermöglicht zwei verheirateten Bewohner*innen das Zusammenwohnen in zwei gemeinsamen Räumen - einem Wohn- und einem Schlafzimmer. 

Begegnung und Naturnähe – der neue Außenbereich

Auch der Außenbereich des Wohnheims Hanfelder Straße wurde einer umfangreichen Umgestaltung unterzogen. Durch den Anbau ist eine Art Innenhof entstanden. An- und Bestandsbau umschließen diesen. Alle Bewohner*innen im Erdgeschoss haben eine Terrassentür, die in den Innenhof führt. Den Bewohner*innen im Obergeschoss steht ein großer Balkon zur Verfügung. So werden Begegnungen auf kurzem Weg ermöglicht. 

Im gesamten Außenbereich wurden verschiedene Sitzgelegenheiten mit Tischen zum gemeinsamen Essen oder Spielen geschaffen. Einige Liegestühle bieten Rückzugs- und Entspannungsmöglichkeiten. Bäume und Wildblumen verleihen dem Außenbereich eine bunte und lebendige Atmosphäre. In Zukunft wird ein Brunnen gebaut, der für ein angenehmes Plätschern und ein naturnahes Erlebnis sorgen soll. Insgesamt ist der Außenbereich noch am Entstehen und wird in den kommenden Jahren Schritt für Schritt gestaltet. 

Nachhaltigkeit

Neben dem sozialen und inklusiven Aspekt wurde bei dem An- und Umbau auch auf Nachhaltigkeit großen Wert gelegt. Eine effiziente Wärmepumpe sowie eine leistungsstarke Solaranlage sorgen für eine umweltfreundliche und langfristig kostensparende Energieversorgung. 

Einzug trifft Personalgewinnung

Von den acht neuen Bewohner*innen konnten bereits drei in den Anbau einziehen. Stolz und voller Freude haben sie ihre Zimmer mit eigenen Möbeln, persönlicher Dekoration und teilweise bunter Wandfarbe nach individuellen Geschmäckern eingerichtet. Eine weitere Person zieht im September ein. 

Für die weiteren neu geschaffenen Wohnplätze suchen wir aktuell noch Fachkräfte. Bewerbungen nehmen wir gerne noch entgegen. Sobald die offenen Stellen besetzt sind, können weitere Bewohner*innen sukzessive ihr neues Zuhause beziehen.

Ein starkes Zeichen für Inklusion

Die Anzahl stationärer Wohnplätze für Menschen mit Behinderung in Deutschland ist wegen des Fachkräftemangels und neuer Personalvorgaben rückläufig. Mit der Investition in den Wohnheimanbau und die Modernisierung des Bestandsgebäudes setzen wir also ein starkes Zeichen für eine inklusive Zukunft. Damit wollen wir zeigen, wie wichtig nachhaltiger und moderner Wohnraum gerade für Menschen mit Behinderung ist. Mit unseren insgesamt vier Wohneinrichtungen im Landkreis – mit insgesamt 91 Wohnplätzen – betreiben wir ein umfangreiches und gut vernetztes Angebot.

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